DFB-Pokal
2000 / 2001
Herzlichen Glückwunsch FC Schalke 04!
FC Schalke 04
Herzlichen Glückwunsch FC Schalke 04!

DFB-Pokalsieger 2001
Wer wie wir in Berlin war, dürfte dieses Ereignis nie wieder vergessen. Nicht zuletzt Dank eines klasse Auftritts der Unioner Mannschaft und Fans.



"Der Pott"
Solche Fotos macht man nur "Auf Schalke"
Der DFB-Pokal war täglich (außer montags) von 10:00-20:00 Uhr im Vorraum des Schalke-Museums zu besichtigen, bewundern, fotografieren, abknutschen,
umarmen und so weiter...... ;o)

Micha

Silke

Solvejg

Hjordis

 
 
 
 
 
Unser Weg nach Berlin


1. Runde
27.08.2000
TSV 1896 Rain am Lech - FC Schalke 04
0 : 7
2. Runde 01.11.2000 FC St. Pauli - FC Schalke 04 1 :3 n.V.
3. Runde 29.11.2000 FC Schalke 04 - Bor. Dortmund 2 : 1
Viertelfinale 20.12.2000 1. FC Magdeburg - FC Schalke 04 0 : 1
Halbfinale 07.02.2001 VfB Stuttgart - FC Schalke 04 0 :3
Finale 26.05.2001 1. FC Union Berlin -  FC Schalke 04 0 : 2

Quelle Spielberichte: www.kicker.de

 
Als uns Rain am Lech zugelost wurde, hatten der eine oder andere Schalker schon ernste Befürchtungen, das Spiel zu überstehen, da wir uns im Pokal gegen vermeintlich schwächere Gegner regelmäßig schwer getan haben. Diesmal war es jedoch eine glasklare Sache und wir zogen in die nächste Runde ein, wo uns dann der 2. Ligaverein FC St. Pauli erwartete. Auch am Millerntor sind wir ein ums andere Mal bös erwischt worden, aber diesmal konnten wir uns auch hier durchsetzen, was allerding ein hartes Stück Arbeit war, wie die Verlängerung eindrucksvoll belegt. Als dann die Auslosung der nächsten Runde anstand, waren natürlich alle sehr gespannt, wer es denn nun werden sollte. Als die Loskugel geöffnet war und der Name Dort*und erschien und uns ein Heimspiel beschert wurde, hatten wir den ersten, echten Pokalschlager. Nachdem die Lüdenscheider bereits in der Meisterschaft mit einer 0 : 4 Packung zu Hause bedient wurden, waren alle relativ zuversichtlich, den Erzrivalen aus der verbotenen Stadt auch im Pokal in seine Schranken zu verweisen und aufzuzeigen, wer der eigentliche Spitzenklub im Revier ist. Natürlich durften die Lüdenscheider dann mit einer Niederlage die Heimreise in ihre verbotene Stadt antreten. ;-)) Schließlich wurde uns der 1. FC Magdeburg zugelost, mit dem wir ja geschichtlich gesehen noch eine alte Rechnung offen hatten. Der Sieg war nicht schön, aber das zählt nicht, denn wir standen somit im Halbfinale und direkt nach dem Spiel stand die Auslosung der Begegnungen an. Zunächst mal hatten alle Zuschauer mächtig gelacht, weil der DFB Vertreter die Kugeln nicht aufbekam. Dann lachten wir Schalker nicht mehr, insbesondere Rudi Assauer. Nachdem die Kugel doch auf ging, präsentierte sich darin ein Verein mit Namen VFB Stuttgart. Rudi meinte noch direkt im Studio, daß es das ungünstigste Los war welches wir erhalten konnten. Allerdings waren wir im Spiel gegen die Schwaben bereits nach 18. Minuten mit 3 : 0 in Führung und hatten somit das Finale erreicht. Hier hieß der Gegner 1. FC Union Berlin, der in der Regionalliga zuhause war. Na, wenn das nicht klappen soll.... 

 
Nach dem Sieg im Halbfinale gegen den VfB Stuttgart überschlugen sich die Pressemeldungen.
Hier nur zwei kleine Beispiele:

WAZ vom 09.02.2001

Buersche vom 09.02.2001
Jiris Kommentar zu diesem Foto:
"Das kann nicht sein, das bin ich nicht!"
Wir nutzten gleich das nächste Training, um unsere Pokalhelden zu "verewigen".
Auf diesem Blatt befinden sich die Unterschriften der eingesetzten Spieler, sowie die des Cheftrainers.

 
Am 08.02.2001 wurde die Geschäftsstelle bereits nachts belagert. Einige Fans waren gleich von Stuttgart durchgefahren um die Eintrittskarten für Berlin abzuholen. Es erwartete sie aber eine herbe Enttäuschung:
Nur dieser Zettel wurde an die Wartenden ausgegeben. Es waren im Laufe des Tages so einige Hundert, die unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren konnten. Schalke stand vor einem echten Problem, denn es wurden vom DFB nur 17500 Karten zugeteilt, man hätte aber durchaus das Olympiastadion alleine mit Schalkeanhängern voll bekommen.

Die Geschäftsleitung entschied sich nach reiflicher Überlegung, die treuen Fans, die sich auch nach 2 mageren Jahren eine Dauerkarte zulegten, mit einem Vorkaufsrecht zu belohnen. Jeder Inhaber bekam dann ein Schreiben, gegen das man seine Karte für Berlin eintauschen konnte.
Obwohl nun ja eigentlich jeder Angeschriebene seine Karte sicher hatte, standen am Montag schon vor 8:00 Uhr die ersten vor der Tür. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Schlange von einer "Ringelnatter" zu einer ausgewachsenen "Riesen-Anakonda". Es erinnerte stark an die guten, alten UEFA-Cup Zeiten. Es gab ein mittleres Chaos, weil nicht alle Kategorien sofort zur Verfügung standen und die guten, teureren Plätze schnell vergeben waren. Einige Karten mussten ja auch noch für die schriftlichen Bestellungen zurückgehalten werden. Dass einige Leute sauer waren, nach 3 stündigem Warten nur noch eine 30DM Karte zu erhalten, kann man sicher nachvollziehen. Diejenigen, die es geschafft hatten, gingen mit Rechnung und Karte "bewaffnet" stolz nach Hause.
Wir hatten Glück und konnten recht gute Tickets bis Mai in unserem Tresor einlagern. Durch eine hervorragende Kooperation zwischen Micha "Ketschup" Bacher und Micha "Beschaffungtechniker" Hentschel war dieser Erfolg möglich. Ersterer stand sich die Beine in den Bauch, Letzterer machte ihm das so angenehm wie möglich und schleppte Kaffee, Rührei und Zigaretten an. Traurig war nur, dass wir für Hjordis eine Vollzahlerkarte erstehen mussten - für eine 3-jährige! Danke DFB !!!


Wer schon mal die Geschäftsstelle besucht hat, weiss wie lang die Schlange war, der Rest kann es sich vielleicht ausmalen. Es hat zum Glück nicht geregnet, aber lausig kalt war es. 

 
26.05.2001
Finalspiel in Berlin
Das "Objekt der Begierde"

Am Tage des Pokal-Finales packten wir um 07.00 Uhr in der Frühe unsere Sachen und fuhren mit unseren Nachbarn im gemieteten VW Multi-Van nach Berlin. Die 530 KM waren innerhalb von knapp 5 Stunden heruntergerissen und wie viele Schalker wir während der Fahrt getroffen hatten, ließ sich nicht einmal mehr schätzen. In Berlin angekommen, stellten wir unser Vehikel direkt vor dem Olympia-Stadion ab und wurden dann gleich von Frank Stolz kontaktiert, der uns zur Berliner Gedächtnis-Kirche rief.


Frühstückspause auf dem Weg nach Berlin

Glück gehabt, ein Plätzchen war noch frei am Stadion

Achtung! Gleich kommen wir..... 

Mini-WWS-Treffen an der Gedächtnis-Kirche
Den Weg legten wir per U-Bahn zurück und als wir den Platz betraten, trauten wir unseren Augen nicht. Es waren wirklich etliche tausend Schalker auf dem Platz, die dort schlicht und ergreifend abfeierten, was das Zeug hielt. Die Bierschwarzhändler haben sich bestimmt eine goldene Nase verdient. Solvejg holte mir zunächst mal ne echte Curry-Wurst und dann schoben wir ab in Richtung Gaststätte „Brettl“, der Zentrale des Berliner Schalkefanclubs „Königsblau Berlin“. Dass es da auch so richtig voll war, versteht sich von selbst. Neben den bekannten Getränken wurde gegrillt und es gab Stullen mit Schmalz und Röstzwiebeln. Toll. Andreas Stoll ließ sich derweil die Haare blau einfärben und wir suchten dann zunächst mal ein Plätzchen der Ruhe, damit unsere Kinder auch einmal verschnauben konnten. 

Das "Brettl" in der Grainauer Strasse

"Stolle" beim
Friseurtermin

Drin im Brettl war es voll, so ging es dann auch

Die "Liegewiese" vor dem Olympiastadion
Schließlich ging es per U-Bahn wieder zur Kirche und dort trafen wir dann den fast vollständigen Kader unserer Schalker-Amateure. Es war ein ungewohntes Bild, denn wir waren in vollem Ornat und die Amas in zivil. Welt verkehrt. ;-))
Nach einem gepflegten Pläuschken setzten wir uns dann wieder in Richtung Olympia-Stadion ab und quartierten uns dort, nach den üblichen Kontrollen, auf der großen Wiese ein, um mit Schalkern aus aller Welt auf das große Ereignis zu warten. Zwischen all den Schalkern waren immer wieder Fans der Union auszumachen, die sich ausgezeichnet verhielten und teilweise auch mit den Schalkern feierten. Tolle Truppe. Schließlich begaben wir uns zu unseren Plätzen auf dem Oberrang und waren schon schwer beeindruckt, als wir dann in den Innenraum des Stadions blicken konnten. 
Volles Haus... ...und (fast) alles Schalker. Fahnenträger
Die Nationalhymne wurde vorgetragen
Auf den Rängen waren bestimmt mehr als 35.000 Schalker auszumachen und es war eine grandiose Stimmung. Als dann unsere Mannschaft zur ersten Prüfung des Geläufs erschien, war der Jubel natürlich schon fast grenzenlos und unsere Spieler waren doch sichtlich beeindruckt ob der Fanschar des FC Schalke 04. Kurz vor dem Spiel gab es dann die Nationalhymne und die Vereinslieder wurden zum Besten gegeben. Dies wiederum fand ich besonders beeindruckend. 
Schließlich wurde angepfiffen und die Union zeigte auf, dass sie durchaus des Fußballs mächtig ist. Nachdem dann Jörg Böhme die beiden Buden schoß, war der Jubel natürlich grenzenlos. Was sich nach dem Abpfiff ereignete, will ich nicht wiedergeben, das sah man wohl auch an den Bildschirmen. Es war einfach nur unglaublich toll.

Da standen unsere "Jungs"

Halbzeitunterhaltung

Der "Pott" ist unser!

Block 29 war "unser"

Kurz nach 23.00 Uhr fuhren wir dann wieder in Richtung Heimat und wir sahen nur Schalker. Auch auf den Rastplätzen nur ein Meer in Blau und Weiß.
Kurz nach 04.00 Uhr Morgens waren wir dann wieder zuhause, kaputt aber glücklich, dieses erlebt haben zu dürfen. Nachdem die Kröten inne Poofe verschwunden waren, köpften wir eine Flasche Sekt aus Ballrechten-Dottingen tranken ein paar Gläschen und packten uns dann auch weg, weil es ja später wieder weitergehen sollte.
Gegen 15.30 Uhr trafen wir dann auch im Parkstadion ein und ich traute meinen Augen schon wieder nicht. Auch hier waren über 30.000 Schalker versammelt, die auf die Mannschaft warteten. Als diese dann nach dem Korso eingetroffen war, gab es wieder Jubel ohne Ende und ich war glücklich, auch hier inmitten der Schalker Gemeinde stehen zu dürfen. Mittendrin, statt nur dabei... ;-)))
Gegen 20.30 Uhr verzogen wir uns dann in Richtung Westerholt und ließen den anstrengenden Tag locker ausklingen. Resume :
Berlin ist eine tolle Stadt, in jeder noch so abgelegen Straße liefen Schalker herum, so daß die Bundeshauptstadt wirklich fest in Schalker Hand war, die Union-Fans waren spitze, es war ein schönes Spiel, die Atmosphäre im Stadion war äußerst gelungen, ebenso das Programm und der Pott ist seit Sonntag endlich wieder mal im Pott. Wir haben jede Menge Bekannte getroffen und unser World-Wide-Schalke-e.V. war ebenfalls mit zahlreichen Mitgliedern vertreten. 
Bis nächstes Jahr....  ;-))   Micha 

Damit die Tribüne nicht wegen Überfüllung zusammenbrach, gab es am Eingang für alle kostenlose Eintrittskarten.

 
Unser Fotograf war in Gelsenkirchen geblieben und schoß diese tollen Bilder - Danke!



Da hatten wir noch nur die "Pappausgabe" des Potts.

Alles starrte gebannt auf die Leinwand

Auch ohne Spieler auf dem Rasen war das Stadion noch mal gut gefüllt

Es erinnerte an das UEFA-Cup Finale von 1997, es waren diesmal wohl noch mehr Zuschauer dabei

Die Nordkurve

Diese Herren feierten
ziemlich ausgelassen...

...und auch beim Schalker
Fanclub Verband war die
Stimmung spitzenmäßig.

 
Ooooh, wie ist das schöööön!!!!!!

 
 
 
Hier mal eine kleine Ansammlung von "Devotionalien", die es so um das Pokalfinale gibt



Der Wimpel zum Spiel

Der Schal zum Spiel

Der Siegerschal

Die Pokalsiegermedaille

Ein wirklich
schönes Stück

Olympiastadionpin

Schönes Design

 
 
Zur Feier im Parkstadion
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